SPD-Vertreter zu Gast bei Ensinger in Nufringen

Veröffentlicht am 23.09.2020 in Pressemitteilungen

Auf Initiative des SPD-Landtagskandidaten für den Wahlkreis Leonberg-Herrenberg Jan Hambach waren Vertreter der regionalen SPD zu Besuch bei der Firma Ensinger in Nufringen. Auch der Kunststoffspezialist mit Hauptsitz in Nufringen ist von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise betroffen. Im Gespräch mit Ralph Pernizsak, einem der vier Geschäftsführer, und Ramona Jamnizky aus dem Betriebsrat informierten sich die stellv. SPD-Landesvorsitzende Jasmina Hostert, der Nufringer SPD Gemeinderat Robin Voss und Landtagskandidat Jan Hambach sowie seine Zweitkandidatin Pia Böttcher aus erster Hand über die aktuelle Situation in dem Unternehmen, das weltweit insgesamt 2.600 Mitarbeiter beschäftigt.

Im Gespräch gab Ralph Pernizsak positive Rückmeldung für die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in der Corona-Krise, besonders die Kurzarbeiterregelungen helfen dem Mittelständler in der aktuellen Situation. 
„Ensinger ist ein Beispiel dafür, dass das Kurzarbeitergeld eine wirkliche Brücke in dieser Krise darstellt und Arbeitsplätze sichert“ findet Jan Hambach. Für den Renninger ist deutlich geworden, dass die Maßnahmen der Politik in Reaktion auf die Krise wirken. „Wir müssen um jeden Arbeitsplatz kämpfen und den Firmen die Möglichkeit geben, nach der Krise sofort wieder ihre Produktion hochfahren zu können. Dadurch profitieren sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber von der Verlängerung des Kurzarbeitergelds bis Ende 2021“, kommentiert der Volkswirt. 
Die Corona-Krise trifft die Firma trotz ihres breit gefächerten Kundenbereichs. So zählen neben der Automobilbranche etwa auch die Medizintechnik, die Luftfahrt oder der Bausektor zu den Abnehmern der Spezialprodukte aus den Fabriken in Nufringen und Rottenburg-Ergenzingen und dem Zweigwerk Cham im bayrischen Wald. Ensinger zeigt sich daher zuversichtlich, auch im derzeitig schwierigen Umfeld bestehen zu können.  
„Kunststoff hat ein Imageproblem“ stellte Hambach nach dem Gespräch weiter fest: „Auch mir war es nicht so bewusst, dass Kunststoff an vielen Stellen, etwa im Bereich der Gebäudetechnik oder im Transportsektor, zu erheblichen Energieeinsparungen beiträgt.“ Daher sollten aus Sicht des 25-jährigen Stadt- und Kreisrates innovative Mittelständler nicht in die Ecke der Umweltverschmutzer gestellt werden, sondern vielmehr in ihrer Entwicklung und im Strukturwandel seitens des Landes stärker gefördert werden. 
Als Hausaufgabe an die Kommunalpolitik nimmt Robin Voss aus dem Gemeinderat die schlechte Anbindung des Gewerbegebiets an den Öffentlichen Nahverkehr mit. Jan Hambach wird das Thema auf die Agenda des Kreistages setzen. „Erst vor kurzem wurde die Führung der Buslinie 753 verbessert, darüber sind wir Nufringer auch sehr froh“, so Voss. 
„Aber nur ein gutes Angebot macht den ÖPNV attraktiv und trägt damit zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens bei, wir nehmen auf jeden Fall in unsere Gremien mit, dass eine schnellere Anbindung an die Bahnhöfe Gärtringen und Herrenberg bzw. ein zusätzlicher Halt am Nufringer Bahnhof geprüft werden muss.“ So beide Kommunalpolitiker.