Polizei braucht politische Rückendeckung

Veröffentlicht am 04.08.2020 in Pressemitteilungen

v. l. n. r.: Klaus Feuersänger, Sascha Binder, Martin Zerrinius, Jan Hambach

Der SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreis Leonberg/Herrenberg Jan Hambach besuchte am Dienstag, den 4. August gemeinsam mit Sascha Binder, dem innenpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg, das Polizeirevier in Herrenberg. An aktuellen Themen mangelte es beim Austausch mit dem Leiter des Polizeireviers und Ersten Polizeihauptkommissar Klaus Feuersänger und den Leitenden Polizeidirektor Martin Zerrinius nicht.

„Die Polizei hat zwar einen großen Rückhalt in der Bevölkerung, trotz allem nehmen verbale und körperliche Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten zu. Das ist vor allem deswegen traurig, weil die Polizei das ausbügelt, was in der Gesellschaft schiefläuft“ kommentiert Hambach das Problem der steigenden Gewaltbereitschaft gegen Polizeibeamten, aber auch gegenüber anderen Rettungskräften. 
 
Der 25-jährige Hambach ist deshalb davon überzeugt, dass wichtige Themen in der Politik nicht länger ausgesessen werden können: „In der Politik gilt es Verantwortung erst zu nehmen, Zukunftsängsten zu begegnen und für soziale Sicherheit zu sorgen. Dazu gehört es, durch Prävention und Sozialarbeit, Kriminalität vorzubeugen und niemanden an den Rand der Gesellschaft zu drängen, beispielsweise indem Geflüchtete schneller und besser in den Arbeitsmarkt integriert werden“, wird der Renninger Stadt- und Kreisrat konkreter.
 
Die öffentliche Debatte über Rassismus in der Polizei sieht Hambach differenziert. „Natürlich gibt es bei der Polizei - wie in jeder anderen gesellschaftlichen Organisation - Einzelfälle von Rassismus, die aufgeklärt gehören. Genauso darf natürlich kritisiert und diskutiert werden, solange der gegenseitige Respekt nicht verloren geht, nicht pauschalisiert. Wir müssen miteinander reden statt übereinander und dem überwiegenden Teil an anständigen Polizeibeamtinnen und -beamten den Rücken stärken.“